EIGENJAGD IN SACHSENBURG UND OBERDRAUBURG

„Das ist des Jägers Ehrenschild, das er beschützt und hegt sein Wild,
Waidmännisch jagt wie sich's gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt.“

(Oskar von Riesenthal, 1830-1898)

Sowohl in Oberdrauburg als auch in Sachsenburg kommen sämtliche heimische Hauptschalenwildarten, wie Rotwild, Gams und Rehwild vor. Zusätzlich gibt es in beiden Revieren einen gesunden Bestand an Auer- und Birkwild, der sich schon nachhaltig über Generationen konstant hoch hält. Ebenso verhält es sich mit dem Bestand an Murmeltieren. Auch diese Wildart ist sowohl in Oberdrauburg, als auch in Sachsenburg heimisch.

In Oberdrauburg ist das Gamswild sicherlich die Hauptwildart und auch besonders begünstigt, da es sich südlich der Drau in den Ausläufern der westlichen Kalkalpen bzw. am Ausläufer der Dolomiten befindet. Dies zeigt sich immer wieder in herausragenden Trophäen bei Geißen und Böcken. Voraussetzung ist, und das wird bei uns groß geschrieben, dass das Gamswild ausreichend Ruhezonen hat, wo es sich zurückziehen kann und nicht bejagt wird. Wert legen wir vor allem auf den Bestand an alten Stücken, den sogenannten 1er-Stücken (bei Böcken ab dem 8. Lebensjahr und bei Geißen ab dem 12. Lebensjahr) und die Schonung der Mittelklasse (= 2er Klasse - bei Böcken vom 3. Lebensjahr bis zum 8. Lebensjahr und die Geißen vom 4.-12. Lebensjahr).

Die gleiche Philosophie hegen wir beim Rotwild, dessen Bestand in den letzten Jahrzehnten immer stärker angestiegen ist. Die Wildschadenssituation beim Rotwild hält sich jedoch in Grenzen, da wir in beiden Revieren behördlich genehmigte Fütterungen ausreichend und beständig beschicken. Auch beim Rotwild sind ausreichende Ruhezonen von größter Wichtigkeit, um der Wildschadenssituation vorzubeugen. Außerdem kann das Wild dadurch zu jeder Tageszeit beobachtet werden.

Die Erhaltung eines gesunden Rehwildbestandes in beiden Revieren liegt uns natürlich genauso am Herzen, da sich auch diese edle Wildart seit jeher in diesen Gebieten gerne aufhält. Auch hier wird bewusst die Mittelklasse bei den Böcken (von 2 bis 4 Jahren) gezielt geschont.

Wir haben aber auch das Glück, dass wir durch die schonende und nachhaltige Forstwirtschaft vielen anderen Wildarten, wie Haselhuhn, Schneehuhn, Waldkautz, Eule, Schnepfe, Wildtaube, Hase, Schneehase, Marder, Iltis, Fuchs und Dachs etc… Lebensraum bieten können. Selbst der Steinadler hat seinen fixen Platz bei uns und es kommt auch nicht selten vor, dass der Luchs gefährtet bzw. sogar gesichtet wird.